Pierre Péters Cuvée de Réserve Brut Nicht Jahrgangswein (NV)
Pierre Péters Extra Brut Grand Cru Nicht Jahrgangswein (NV)
Ein Familienerbe seit 1858
Das Haus Pierre Péters hat seinen Ursprung im Jahr 1858, als Gaspar Péters, gebürtig aus Luxemburg, eine junge Dame namens Doué heiratete, die Weinberge in Mesnil-sur-Oger besaß. Gemeinsam begannen sie mit der Bewirtschaftung von etwa 2 Hektar Rebfläche. Ihr Sohn, Louis Joseph Péters, führte diese Tradition fort und verkaufte die gesamte Ernte an den Weinhandel. Im Jahr 1919 beschließt Camille Péters, der Sohn von Louis Joseph, seine eigenen Champagner unter der Marke „Camille Péters“ zu keltern und zu vermarkten. Diese Initiative markiert den Beginn des Rufs des Hauses. Im Jahr 1930 erwirbt Camille 2,5 Hektar in der Lage „Les Chétillons“ und erweitert damit das Weinbaugut der Familie. Sein ältester Sohn, Pierre Péters, trat 1932 im Alter von 12 Jahren in den Betrieb ein und übernahm nach dem Tod von Camille im Jahr 1944 die Leitung des Weinguts. Unter seiner Führung brachte das Haus 1946 seinen ersten Jahrgang unter der Marke „Pierre Péters“ auf den Markt.
Ein außergewöhnliches Terroir im Herzen der Côte des Blancs
Das in Mesnil-sur-Oger gelegene Haus Pierre Péters profitiert von einem außergewöhnlichen Terroir im Herzen der Côte des Blancs. Der Weinberg erstreckt sich über mehr als 19 Hektar, die ausschließlich mit Chardonnay bepflanzt sind, hauptsächlich in den Gemeinden Mesnil-sur-Oger, Oger, Avize und Cramant, die alle als Grand Cru klassifiziert sind. Diese kalkhaltigen Böden verleihen den Trauben eine unvergleichliche Mineralität und Finesse, die charakteristisch für die Blanc-de-Blancs-Champagner des Hauses sind. Die Familie Péters hat über Generationen hinweg ihre eigene Massenselektion entwickelt, wodurch es möglich ist, Rebstöcke mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren zu erhalten und zu pflegen. Diese Sorgfalt im Umgang mit dem Pflanzenmaterial und dem Terroir garantiert Weine von großer Reinheit und seltener Eleganz.
Emblematische Cuvées, die das Terroir widerspiegeln
Das Haus Pierre Péters ist bekannt für seine Cuvées, die den Charakter seines Terroirs getreu widerspiegeln. Die Cuvée de Réserve Brut, das Aushängeschild des Hauses, besteht ausschließlich aus Chardonnay aus den Grand-Cru-Dörfern Mesnil-sur-Oger, Oger, Avize und Cramant. Sie wird aus der aktuellen Ernte gekeltert und mit einer 1988 begonnenen, ständig wachsenden Reserve angereichert, die dem Wein Komplexität und Tiefe verleiht. Die Cuvée Spéciale Les Chétillons, die aus der gleichnamigen, 1930 erworbenen Parzelle stammt, ist ein reiner und raffinierter Ausdruck des Terroirs von Mesnil-sur-Oger. Diese Parzelle, die für die außergewöhnliche Qualität ihrer Trauben bekannt ist, bringt einen Champagner von großer Mineralität und bemerkenswerter Länge am Gaumen hervor. Im Jahr 2009 wagte das Haus mit der Einführung der Cuvée „Rosé for Albane“ eine Innovation – eine kleine Revolution für dieses Familienunternehmen, das bis dahin ausschließlich Blanc-de-Blancs-Champagner produziert hatte. Diese Rosé-Cuvée verleiht dem Sortiment eine neue Dimension und vereint Finesse mit Fruchtigkeit.
Nachhaltiger und umweltfreundlicher Weinbau
Im Bewusstsein der Bedeutung des Schutzes seines Terroirs setzt das Haus Pierre Péters auf nachhaltigen Weinbau und verzichtet auf den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Jede Parzelle wird entsprechend ihren spezifischen Bedürfnissen bewirtschaftet, mit angepasster Begrünung und regelmäßiger Bodenbearbeitung. Dieser umweltfreundliche Ansatz trägt dazu bei, die Gesundheit der Böden und die Qualität der Trauben zu erhalten und somit den Fortbestand des Weinbergs für künftige Generationen zu sichern. Die Lese erfolgt manuell, was eine strenge Auswahl der Trauben und die Wahrung der Unversehrtheit der Trauben bis zum Keltern gewährleistet.
Eine Weinbereitung, die Tradition und Moderne vereint
Die Weinbereitung bei Pierre Péters ist ein subtiles Gleichgewicht zwischen Tradition und Innovation. Die Trauben werden kurz nach der Ernte gepresst, in der Regel innerhalb von sechs Stunden nach der Lese, um ihre Frische und ihr Aromapotenzial zu bewahren. Die Gärung erfolgt in temperaturgeregelten Edelstahltanks, was eine präzise Temperaturkontrolle und einen reinen Ausdruck der Frucht ermöglicht. Das Haus experimentiert zudem mit der Verwendung einheimischer Hefen aus den eigenen Weinbergen, um eine natürlichere Gärung und einen besseren Ausdruck des Terroirs zu erzielen. Die seit 1988 angelegten Reserveweine fließen in eine fortlaufende Reserve ein, bereichern die Assemblagen und verleihen den Cuvées Komplexität und Tiefe. Diese in der Champagne seltene Methode zeugt vom Bestreben des Hauses, seine Identität zu bewahren und sich gleichzeitig an technische und ökologische Entwicklungen anzupassen.